The Award goes to…

Die Sieger des Best-Performance-Award 2020 stehen fest! Vielen Dank für´s Abstimmen, Ihr Interesse und Ihre Zeit.

Der Wissenschaftspreis der JOANNEUM RESEARCH wird jährlich im Rahmen der Zukunftskonferenz vergeben. Heuer fand das Voting aufgrund der Entwicklungen erstmalig virtuell statt.

Alle unsere Forscherinnen und Forscher leisten Großartiges in verschiedensten Forschungsfeldern: Von innovativen Technologien für die Industrie über medizinische Forschung bis hin zu gesellschaftspolitisch relevanten Lösungen. Sie alle sind es wert, ausgezeichnet zu werden! Der Best-Performance-Award prämiert drei von vielen hochkarätigen Projekten.

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns, so exzellente und innovative Köpfe zu haben!
Die Gewinnerinnen und Gewinner aus den 3 Kategorien sind:

KATEGORIE 1
Höchstes Gesamtprojektvolumen

PriMuS – Printed Ferroelectric and Multiferroic Nanocomposites for Selective Sensing
Mag. Philipp Schäffner (MATERIALS)

KATEGORIE 2
Höchste Betriebsleistung

Omega-3-Fettsäuren als Medikament?
DIin Dr.in Anita Eberl (HEALTH)

KATEGORIE 3
Publikationen

pH-Monitoring mittels kombiniertem Indikatorverband – eine Machbarkeitsstudie
Dr. Sebastian Nischwitz (COREMED)

Kategorie 1 – Das Siegervideo

Höchstes Gesamtprojektvolumen

bei einem von JOANNEUM RESEARCH koordinierten Projekt, Start im Kalenderjahr 2019 

Projektleitung:
Mag. Philipp Schäffner (MATERIALS)

Projektbeschreibung:
Im Projekt PriMuS werden neue Sensortechnologien basierend auf magnetoelektrischen und ferroelektrischen Nanokompositen entwickelt. Im ersten Fall werden hierzu magnetische Partikel mit einem piezoelektrischen Polymer kombiniert. Durch diese Kombination können äußere magnetische Felder elektrische Ladungen erzeugen (magnetoelektrische Kopplung), welche sich als Sensorsignal abgreifen lassen. Die Synthese der magnetischen Nanopartikel, die Formulierung druckbarer Nanokomposit-Tinten, die Entwicklung einer mikro- und nanostrukturierten Sensorarchitektur als auch die magnetische ­Charakterisierung sind dabei zentrale Bestandteile des Projekts. Im zweiten Fall werden durch die Kombination keramischer ferroelektrischer Nanopartikel (BNT, BaTiO3) und eines ferroelektrischen Polymers Sensoren mit selektiver Druck- bzw. Temperatursensitivität erzeugt.

Hauptanwendungsfelder der entwickelten Sensormaterialien sind zum einen Betriebsüberwachung sowie vorausschauende Instandhaltung und zum anderen Gang- und Laufanalysen für medizinische Zwecke und zur Trainingsanalyse.

Fördergeber:

Partner:

Kategorie 2 – Das Siegervideo

Höchste Betriebsleistung JOANNEUM RESEARCH

bei einem im Kalenderjahr 2019 abgeschlossenen Auftragsforschungs-Projekt

Projektleitung:
DIin Dr.in Anita Eberl (HEALTH)

Projektbeschreibung:
In der Ernährung gehören Omega-3-Fett­säuren zu den ­»guten« Fettsäuren und sind essentielle Stoffe die vom Körper selbst nicht hergestellt werden können und deshalb über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Omega-3-Fettsäuren sind in Pflanzen wie beispielsweise ­Nüssen oder Avocados und in fettem Fisch wie beispielsweise Lachs enthalten. Um eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten, wird gerne auf Nahrungsergänzungsmittel in Form vom Fischölkapseln zurückgegriffen.

Omega-3-Fettsäuren sind allgemein für ihre entzündungshemmende Funktion bekannt. Neu sind hingegen die Daten zu ihrer positiven Wirkung als Medikament nach einem Schlaganfall. Als Medikament werden sie in Form von Infusionen gegeben, um entsprechend hohe Mengen verabreichen zu können.

Um ein Medikament auf den Markt bringen zu können, wird dieses in vorklinischen sowie klinischen Studien untersucht. Tausende Proben aus diesen Studien werden in unserem Spezial­labor bei JOANNEUM RESEARCH qualitätsgesichert vermessen und wir tragen mit unserer ­Forschung im Labor

Kategorie 3 – Das Siegervideo

Publikationen

im Kalenderjahr 2019 publiziert

Präsentiert von:
Dr. Sebastian Nischwitz (COREMED)

Autoren/innen:
SP Nischwitz, I Bernardelli de Mattos, E Hofmann, F Groeber-Becker, M Funk, GJ Mohr, LK Branski, SI Mautner, LP Kamolz

Veröffentlichung

Inhalt:
Diverse Studien zeigten eine Korrelation zwischen pH-Wert im Wundmilieu und erfolgreicher Wundheilung, aber auch Verbrennungstiefe. Ziel dieses Projekts war es, eine sterile und einfach anzuwendende Möglichkeit des pH-Monitorings durch einen Verband selbst zu entwickeln.

Verbandsstreifen aus biotechnisch hergestellter Zellulose (epicitehydro) wurden chemisch mit dem Indikatorfarbstoff GJM-534 gekoppelt. Verschiedene Laborversuche überprüften kontinuierliches pH-Monitoring mit Substanzen verschiedener pHs.

Es zeigte sich eine sukzessive Färbung des Indikatorverbands von gelb zu orange-rot bei ansteigendem pH sowie eine sigmoidale Verteilung mit einem pKs-Wert von 8.38. Eine gute räumliche und zeitliche Auflösung konnte erreicht werden.

Vor dem Hintergrund des signifikanten Einflusses des pH-Werts auf die Entwicklung von Wunden, wurde ein pH-Indikator an ein fortschrittliches Verbandsmaterial gebunden. Hiermit konnte eine Möglichkeit der pH-Anzeige durch letzteres selbst geschaffen werden.